Eine Revolution für die Anarchie - Die Anarcho-Syndikalistische Jugend (ASJ) im Großraum Stuttgart 1990-1993 http://asjbuch.blogsport.de Tue, 04 Jun 2019 16:25:48 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Anarchie und Selbstbestimmung – Erinnerungen an Joachim Domann „Schmutz“ http://asjbuch.blogsport.de/2019/06/04/anarchie-und-selbstbestimmung-erinnerungen-an-joachim-domann-schmutz/ http://asjbuch.blogsport.de/2019/06/04/anarchie-und-selbstbestimmung-erinnerungen-an-joachim-domann-schmutz/#comments Tue, 04 Jun 2019 16:24:26 +0000 Administrator Allgemein http://asjbuch.blogsport.de/2019/06/04/anarchie-und-selbstbestimmung-erinnerungen-an-joachim-domann-schmutz/ In der Nacht vom 18. auf den 19. Mai 2019 ist im Alter von 50 Jahren Joachim Domann, besser bekannt unter seinem Spitznamen Schmutz, in Stuttgart gestorben. In der Stadt am Neckar war er vielen Menschen durch sein extravagantes Äußeres bekannt. Man traf ihn auf Punk- und Indykonzerten, im „Schlesinger“, bei nicht-kommerziellen Festivals wie dem Umsonst und Draußen und zuletzt auch bei Kunstausstellungen und Vernissagen. Ein gefühlvoller Nachruf von Uwe Bogen in der Stuttgarter Zeitung vom 1. Juni 2019 würdigt ihn als „Paradiesvogel“ und lässt den Wirt und Kunstfreund Bernd Heidelbauer zu Wort kommen, der einst in New York lebte und Schmutz in High Heels und Strapsen in der Stuttgarter Straßenbahn kennenlernte. Beide Männer freundeten sich an. „Solche Typen wie ihn habe ich selbst in New York nicht gesehen“ sagt er. Zuletzt arbeitete Schmutz mit einer Stuttgarter Fotografin an einem Projekt zum Thema Fetisch. Sie dürfte damit der Mensch sein, der die letzten Bilder von Schmutz angefertigt hat. Auf seinem Facebook-Profil zeigte er sich selbst gerne in den unterschiedlichsten erotischen Outfits und Posen.

Doch Schmutz war nicht nur ein Zerstörer von bürgerlichen Konventionen im Interesse eines freien und selbstbestimmten Lebens. In den frühen 1990er Jahren gehörte er zu den aktivsten anarchistischen und anarcho-syndikalistischen Genossen Stuttgarts. Aufgewachsen in einem Heim kam er durch die Buchempfehlung eines Erziehers zum Anarchismus und schloss sich 1990 der damals kleinen Gruppe der anarcho-syndikalistischen Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter Union (FAU) an. Hier lernten wir uns kennen und schätzen und in den nächsten Jahren verging keine Woche ohne gemeinsame Aktivitäten. Am Aufstieg des Anarchismus in Stuttgart zu dieser Zeit hat Schmutz durch seine offene, bestimmte und freundliche Art seinen Anteil. Schmutz gehörte zu den zuverlässigsten Genossen und war Gründungsmitglied der 1990 gebildeten Anarcho-Syndikalistischen Jugend (ASJ) Stuttgart, die wenig später mehrere dutzend Angehörige in der Stadt und dem Umland umfasste und in den sozialen und politischen Auseinandersetzungen wirkte. Die Zeit damals war geprägt von einem ständig wachsenden Naziterror gegen Ausländer und Linke, der mit der Wiedervereinigung und dem Aufstieg der rechtsradikalen Republikaner einherging.

In Stuttgart und im Umland kam es zu Überfällen und Morden. Die ASJ sah es als eine ihrer vordringlichsten Aufgaben an, sich diesem Terror entgegen zu stellen. Die ASJ praktizierte einen entschiedenen militanten Antifaschismus gegenüber Neonazis und propagierte den antifaschistischen Selbstschutz. Im Bündnis mit Straßengangs, den Punks vom Schloßplatz und Angehörigen autonomer Gruppen gelang es nach Wochen harter Straßenkämpfe die Neonazis von ihrem Treffpunkt in der Innenstadt zu vertreiben, der regelmäßiger Ausgangspunkt faschistischer Angriffe war. Bürgertum und parteilich organisierte kommunistische Gruppen diffamierten diesen notwendigen Kampf und sprachen von der ASJ als einer „Schlägertruppe“. Die Stuttgarter Anarchistinnen und Anarchisten agierten jedoch nicht nur gegen die Faschisten und den Faschismus, sie bezogen auch sichtbar Stellung gegen den Golfkrieg, organisierten Veranstaltungen zu geschichtlichen Ereignissen, zur Kritik am parlamentarischen System und Wahlen sowie zur Vorstellung und Diskussion von Anarchismus und Anarcho-Syndikalismus. Die revolutionären 1. Mai-Demonstrationen von 1991 bis 1993 sahen hunderte Menschen in lautstarken anarchistischen Blocks mitgehen und diese bilden. Wohnungsnot und hohe Mieten waren auch in den 1990ern ein großes Problem. So wurde 1991 ein leerstehendes Haus in der Schwabstraße 16b besetzt. Es diente fortan nicht nur als Wohn- und Lebensraum, sondern auch als anarchistischer Versammlungsort. Alle diese Aktivitäten führten zum Anwachsen der lokalen anarchistischen Bewegung, die sich nun auch zusehends politisch-inhaltlich ausdifferenzierte und in verschiedene Gruppen aufspaltete. Dabei gingen inhaltliche Unterschiede in manchen Fällen auch mit persönlicher Geringschätzung einher. Letzteres ist kein Ruhmesblatt. Schmutz gehörte bei diesen Diskussionen zu den bedachten und vermittelnden Genossen. Selbst positionierte er sich bei den Vertretern des Klassenkampfs, des Syndikalismus und der verbindlichen Selbstorganisation.

Wie so viele von uns, war auch Schmutz immer ganz in schwarz gekleidet. Er trug schwarze Hosen, Hemden und Kampfstiefel und über seiner Glatze eine schwarze Arbeitermütze. Er verstand sich als anarchistischen bzw. anarcho-syndikalistischen Skinhead. Zusammen mit weiteren anarchistischen Skinhead und Renee-GenossInnen gründete er die Gruppe Anarcho-Skins-Stuttgart. An den Jackenärmeln trugen ihre Angehörigen einen Aufnäher mit dem Symbol der schwarzen Katze der Sabotage und dem Schriftzug ihrer Gruppe. Lange zierte eine große Stahlmutter den Mittelfinger seiner linken Hand. Er trug diesen Ring als Zeichen der Würde und Identität über seine Herkunft aus der arbeitenden Klasse und der internationalen Verbundenheit mit dem Proletariat. Das war keine Phrase. Alles an ihm war authentisch. Schmutz war Arbeiter. Schon früh arbeitete er bei einem Kohlenhändler und begann Kohlensäcke und Briketts in ganz Stuttgart auszuliefern und zu schleppen. Seinen Spitznamen hat er durch diese körperlich anstrengende Arbeit erhalten. Seine Muskeln auch. Manchmal kam er, wenn es mal wieder Überstunden gab, direkt nach der Arbeit zu den Gruppentreffen. Einige Male trat er dann von oben bis unten mit Kohlenstaub bedeckt, müde und feinsinnig lächelnd in den Raum.

Schmutz bildete sich nicht an einer Universität oder einem Gymnasium, sondern autodidaktisch und im Kreis seiner Genossinnen und Genossen. Er interessierte sich für Ökonomie, von der er der Auffassung war, dass sie „das A und O ist“. Zu seinen damaligen Lieblingsbüchern zählte daher nicht von ungefähr das Buch Ökonomie und Revolution von Diego Abad de Santillán, das die umfassenden Kollektivierungen während der sozialen Revolution von 1936 in Spanien behandelt. Er studierte die Klassiker des Anarchismus – von Bakunin bis Proudhon – und mit besonderem Interesse die Schriften des anarcho-syndikalistischen Theoretikers und Revolutionärs Rudolf Rocker.

Viele Jahre lebte er in einer WG in den ehemals besetzten Häusern an der Neckarstraße. Diese wurden abgerissen und existieren nicht mehr. Der Teil der Straße, in dem damals linkes, emanzipatorisches und revolutionäres Leben eine Basis hatte, ist heute nach Willy Brandt benannt. Anstelle der Volksküche und des Ladens der Bürgerinitiative Neckarstraße findet sich nun nur wenige Meter Luftlinie von deren ehemaligen Standorten entfernt das Innenministerium Baden-Württembergs.

Für die FAU nahm er als Delegierter an mehreren Bundeskongressen und Regionaltreffen teil. Die Zusammenarbeit und Vernetzung mit Genossinnen und Genossen in anderen Städten war ihm ein wichtiges Anliegen. 1994 gehörte er zu denjenigen AnarchistInnen und AnarchosyndikalistInnen aus dem Großraum Stuttgart, welche die Münchner GenossInnen bei ihrer ersten Revolutionären 1. Mai Demonstration unterstützten. Dabei griff die Staatsgewalt einmal mehr eine anarchistische/linke/revolutionäre Veranstaltung an und nahm zahlreiche Anarchistinnen und Anarchisten fest. Darunter auch Schmutz. Auch in Stuttgart war staatliche Repression ein ständiger Begleiter. Während der vielfältigen Proteste und Demonstrationen, insbesondere gegen den Golfkrieg und die Neonazis und Rechten, kam es wiederholt zu Attacken und Festnahmen von AntifaschistInnen durch die Polizei. Wie viele andere auch wurde Schmutz dabei öfters festgenommen und in die Zellen der Polizeikaserne in der Hahnemannstraße verschleppt. Anschließend folgten Anklagen durch den Staat. Diese Belastungen und persönlichen Risiken nahm Schmutz in Kauf, da er – wie wir anderen – von der Notwendigkeit unseres Handelns überzeugt war und Anarchie für ihn und uns keine ferne Utopie schien, sondern ein konkretes Ziel, für das es sich mit ganzer Person und Kraft einzusetzen galt. Schmutz zeigte diesen Einsatz auch in der Agitation und Verbreitung anarcho-syndikalistischer Positionen und Ideen beim Verkauf der FAU-Zeitung Direkte Aktion. Von jeder Nummer verkaufte er um die 200 Exemplare im Handverkauf in Kneipen, Bars, auf Plätzen, in der Straßenbahn und bei Demos und Kundgebungen. Oftmals verbunden mit inhaltlichen und politischen Diskussionen. Gäbe es eine Rangliste der erfolgreichsten Verkäufer der DA aller Zeiten – Schmutz dürfte in ihr ganz weit vorne liegen.

Mitte 1994 wurde Schmutz gegenüber einer Genossin, die bei ihm in der WG übernachtete, übergriffig. Die Genossin informierte die Stuttgarter FAU über den Vorfall und auf dem kommenden Treffen wurde das Ereignis angesprochen und thematisiert. Schmutz stellte sich dieser Situation und stellte nichts in Abrede. Er schämte sich für sein Verhalten. Er, der immer ausgesprochen selbstkritisch war, zog die Konsequenzen und trat aus der FAU aus. Er konnte sich selbst nicht mehr in die Augen sehen. Im Rückblick bin ich der Auffassung, das eine andere Lösung, wünschenswerter Weise mit dem Einverständnis der Genossin (die in einer anderen Stadt lebte), hätte möglich sein können. Schmutz war kein Sexist und kein Vergewaltiger.

Nach seiner Zeit in der FAU war er nicht wieder politisch aktiv und organisierte sich auch nie wieder. Er wurde zu einer Art von Einzelgänger, dem man bei Konzerten und Festivals im Stuttgarter Raum begegnen konnte. Und in Bars und bei Partys. Dass er dem Anarcho-Syndikalismus und Anarchismus sein ganzes Leben verbunden blieb, zeigt ein Blick auf sein Facebook-Profil. Dort folgte er sämtlichen anarchistischen und anarcho-syndikalistischen Gruppen und Gewerkschaften. Dem Buchprojekt zur Aufarbeitung der Geschichte der ASJ in Stuttgart stand er positiv gegenüber. Auf die dort den ehemaligen Genossinnen und Genossen gestellte Frage „Was hat dir die ASJ bedeutet“ antwortete er „sehr viel“.

Schmutz lebte in materieller Armut und bezog zuletzt das entwürdigend niedrige Hartz IV, das mit vielfältigen bürokratischen Hürden und Schikanen verbunden ist. Aber er lebte seine feminine Ader und blieb ein freier Geist.

Möge die Erde dir leicht sein, Schmutz.

Martin Veith

Links:
Nachruf/Würdigung auf Schmutz in der Stuttgarter Zeitung, der seine politischen Überzeugungen außer Acht lässt. Ansonsten aber schön geschrieben ist: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zum-tod-des-punks-schmutz-stuttgart-hat-einen-paradiesvogel-verloren.ddfad01c-f92f-4d80-80a5-819516c0bb1a.html
Der Blog zum Buch „Eine Revolution für die Anarchie – Zur Geschichte der Anarcho-Syndikalistischen Jugend Stuttgart“ findet sich unter http://asjbuch.blogsport.de/

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„Syfo“ bei der Libertären Medienmesse http://asjbuch.blogsport.de/2014/05/22/syfo-bei-der-libertaeren-medienmesse/ http://asjbuch.blogsport.de/2014/05/22/syfo-bei-der-libertaeren-medienmesse/#comments Thu, 22 May 2014 09:52:19 +0000 Administrator Allgemein http://asjbuch.blogsport.de/2014/05/22/syfo-bei-der-libertaeren-medienmesse/ Das Institut für Syndikalismusforschung wird an der kommenden Libertären Medienmesse (29.-31. August) in Essen teilnehmen und über seine Arbeit informieren. Wir freuen uns, euch an unserem Stand begrüssen zu können.

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„Ein hervorragendes Lese- und klassisches Lehrbuch“ http://asjbuch.blogsport.de/2012/10/11/ein-hervorragendes-lese-und-klassisches-lehrbuch/ http://asjbuch.blogsport.de/2012/10/11/ein-hervorragendes-lese-und-klassisches-lehrbuch/#comments Thu, 11 Oct 2012 08:24:41 +0000 Administrator Allgemein http://asjbuch.blogsport.de/2012/10/11/ein-hervorragendes-lese-und-klassisches-lehrbuch/ Eine ausführliche und anregende Rezension des Buches „Kein Befehlen, kein Gehorchen” zur Geschichte der Syndikalistisch-Anarchistischen Jugend Deutschlands, findet sich in der April-Ausgabe (7/2012) der anarcho-syndikalistischen Streitschrift „Barrikade”. Es heisst dort:

„Ein hervorragendes Lesebuch, aber ebenso auch ein klassisches Lehrbuch für junge Genossinnen und Genossen, die sich in die Geschichte der klassenkämpferischen libertären Jugend Deutschlands einarbeiten wollen. Geradezu bewunderswert ist „die distanzlose Affinität“ gegenüber dem Gegenstand seiner Untersuchung, die Döhring an den Tag legt. „Sein wissenschaftlicher Anspruch“ (beides ‚Kritikpunkte’ von Rübner) soll eben nicht ein intellektuell-wissenschaftliches Publikum zufriedenstellen, sondern junge Linksradikale und Anarchistinnen erreichen und vom klassenkämpferischen Anarchosyndikalismus überzeugen.

Mit diesem Buch kann man neue Genossinnen und Genossen gewinnen, vom anarchistischen Klassenkampf auf kollektiver Grundlage überzeugen. Und nochmals, Döhring beweist, daß „im Gegensatz zu den linkskommunistischen Bewegungen [ist] die Geschichte der anarchosyndikalistischen ‚Freien Arbeiter-Union Deutschlands’ inzwischen längst kein Geheimnis mehr“ ist (ein weiterer Vorwurf Rübners [7], hält dieser anmaßenden Kritik, die ihm anhand seiner bisherigen Bücher über unsere Bewegung „profunde Ahnungslosigkeit“ bescheint, den Spiegel vor:
• Band 1 beschreibt die Entwicklung der SAJD von 1918 bis 1933 und ergänzt diese Geschichtsschreibung durch sechs ausführliche Porträts fünf führender SAJD-Genossen und der Genossin Anni Zerr. Im Abschnitt Treffen der Generationen finden sich  Nachrufe und Erzählungen über Begegnungen mit acht Altgenossen, die den Faschismus überlebten.
• Band 2 widmet sich dann dem Kapitel Jugend nach 1945 und Ausblick vor allem der Gründung und den Zielen der Anarchosyndikalistischen Jugend seit 2009.
• Allein auf einhundert Seiten werden im Band 3 historische Satzungen, Grundsatzerklärungen und Zeitungsartikel ebenso dokumentiert wie aktuelle Texte der seit einiger Zeit aktiven ASJ-Gruppen – Anarchosyndikalistische Jugend, die sich als eigenständige Organisation nahe zur FAU verstehen.
Die von Döhring aufgezählten 13 Eckpunkte der Erneuerung einer syndikalistisch-anarchistischen Jugendbewegung (S. 273 f) kann ich aus eigener Erfahrung vollständig unterschreiben, denn diese gelten für jede sozialrevolutionäre Bewegung oder Organisation, die ernst genommen werden will, egal ob jung oder alt.”

Die gesamte Rezension findet sich zudem hier auf dem Blog der Barrikade
http://muckracker.wordpress.com/bucher-%E2%94%82-skorpion/kein-befehlen-kein-gehorchen-2/

Kein Befehlen, kein Gehorchen
Helge Döhring, Apropos-Verlag, Bern
426 Seiten – 14,- €uro – Vertrieb nur über Syndikat-A, Moers

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http://asjbuch.blogsport.de/2012/10/11/ein-hervorragendes-lese-und-klassisches-lehrbuch/feed/
Neuerscheinung: Syndikalistisch-Anarchistische Jugend in Deutschland 1918 bis heute! http://asjbuch.blogsport.de/2011/12/17/neuerscheinung-syndikalistisch-anarchistische-jugend-in-deutschland-1918-bis-heute/ http://asjbuch.blogsport.de/2011/12/17/neuerscheinung-syndikalistisch-anarchistische-jugend-in-deutschland-1918-bis-heute/#comments Sat, 17 Dec 2011 07:27:51 +0000 Administrator Allgemein http://asjbuch.blogsport.de/2011/12/17/neuerscheinung-syndikalistisch-anarchistische-jugend-in-deutschland-1918-bis-heute/ Kein Befehlen, kein Gehorchen!
Nach dem Buch zu den „Schwarzen Scharen“ ist im Dezember 2011 aus dem Institut für Syndikalismusforschung eine weitere Monographie zu einer anarcho-syndikalistischen Organisation erschienen. Sie umfasst über 400 Seiten und trägt den Titel „Kein Befehlen, kein Gehorchen! Die Geschichte der syndikalistisch-anarchistischen Jugend in Deutschland seit 1918“.

In Absprache mit dem a propos-Verlag in Bern ist diese Ausarbeitung mit 14 Euro im Verkauf gerade für jugendliche Interessierte möglichst günstig gehalten worden. Der Autor und die vielen Helfer verdienen nichts daran, sondern gaben ihre Kraft allein für die gute Sache!

Wir rufen neben allen Interessierten und Bewegten gerade die syndikalistisch-anarchistischen Jugendgruppen dazu auf, dieses Buch weiträumig zu bewerben und zu verbreiten. Denn es ist ihre Geschichte, die Geschichte von über 90 Jahren, kombiniert mit Gedanken und Überlegungen für heute! Es soll seinen Teil dazu beitragen, in Deutschland erstmalig seit den 1930er Jahren wieder eine syndikalistisch-anarchistische Jugendbewegung dauerhaft zu beleben.

Anmerkung Martin Veith: In dem Buch findet auch die Anarcho-Syndikalistische Jugend aus Stuttgart und Umgebung Berücksichtigung. Ein Interview, das die ASJ Berlin mit mir über die Stuttgarter ASJ geführt hat, ist ebenso enthalten. Besonders Interessant finde ich den Vergleich der verschiedenen anarcho-syndikalistischen Jugendgenerationen miteinander. Angefangen von der SAJD der Weimarer Zeit, über die Jugendgruppen der Nachkriegszeit, der ASJ der 1990er Jahre bis zu den heutigen ASJ Gruppen. Das Buch ist sehr detailliert, faktenreich und gut zu lesen. Mit Sicherheit ist es das Standardwerk zur anarcho-syndikalistischen Jugendbewegung.

Das Buch kann bezogen werden über:

Syndikat-A

Bismarckstrasse 41a
47443 Moers
Telefon & Telefax: 02841-53731
syndikat-a(at)fau.org

Rezensionsexemplare bestellt über das:

Institut für Syndikalismusforschung

Postfach 140470
28094 Bremen
institut[a]syndikalismusforschung.info

Für Artikel und Interviews steht der Autor gerne zur Verfügung.

Schreibt zum Buch Besprechungen für Zeitungen, Zeitschriften, Magazine, Onlineportale, u.a.

Bitte verbreitet den Flyer, den ihr hier downloaden könnt:

Jugendbuch Werbeflyer Farbe

Jugendbuch Werbeflyer SW

Weitere Infos auf dem Blog des Instituts für Syndikalismusforschung

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ASJ jetzt auch in Köln http://asjbuch.blogsport.de/2011/11/06/asj-jetzt-auch-in-koeln/ http://asjbuch.blogsport.de/2011/11/06/asj-jetzt-auch-in-koeln/#comments Sun, 06 Nov 2011 16:20:29 +0000 Administrator Allgemein http://asjbuch.blogsport.de/2011/11/06/asj-jetzt-auch-in-koeln/ In Köln hat sich vor kurzem eine weitere anarcho-syndikalistische Jugendgruppe gegründet. Die jungen Kölner GenossInnen betreiben einen Blog und haben zudem ein Selbstverständnis veröffentlicht, dessen revolutionärer Geist spürbar ist. Blog und Selbstverständnis finden sich unter http://asjkoeln.blogsport.de/2011/11/04/anarchosyndikalistische-jugend-asj-jetzt-auch-in-koeln/

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Syfo – Forschung & Bewegung http://asjbuch.blogsport.de/2011/08/20/syfo-forschung-bewegung/ http://asjbuch.blogsport.de/2011/08/20/syfo-forschung-bewegung/#comments Sat, 20 Aug 2011 14:55:39 +0000 Administrator Allgemein http://asjbuch.blogsport.de/2011/08/20/syfo-forschung-bewegung/ Jahrbuch 2011 des Instituts für Syndikalismusforschung erschienen!

In dem 120 Seiten umfassenden Buch finden sich neben Beiträgen aus der Arbeit des Instituts zahlreiche Erstveröffentlichungen – so ein Interview mit Walter Ruge über Zensl Mühsam, eine Erstübersetzung von Kropotkin über das Scheitern von Kommune-Projekten, historische und aktuelle Ansichten aus Rumänien und Beiträge zur Gegenwart und Zukunft des von Horst Stowasser gegründeten Anarchivs. Auch Personen wie Max Hoelz und Otto Wolf finden eine Würdigung. Das reichhaltig illustrierte Buch birgt eine große Themenvielfalt, veranschaulicht Geschichte von unten, dient zur Eigenbildung und sollte in keiner syndikalistischen Sammlung fehlen.

Hier findet sich das Inhaltsverzeichnis als PDF-Datei.
http://syndikalismusforschung.files.wordpress.com/2011/08/syfo-jahrbuch-2011-inhaltsverzeichnis.pdf

Ein Werbe- und Abo-Flyer findet sich hier ebenfalls als PDF-Datei.
http://syndikalismusforschung.files.wordpress.com/2011/08/abo-und-werbezettel.pdf

Syfo – Forschung & Bewegung
N.1 – 2011, 120 Seiten, 10 €
ISSN: 2192-6980
ISBN: 978-3-86841-57-0

Verlag,Vertrieb und Abonnement
Verlag Edition AV
Postfach 1215
D-35420 Lich
Tel: 06404-6570763
Fax: 06404-668900
E-Mail: editionav@gmx.net
www.editiona-v.de

Ein Jahres-Abonnement gibt es schon für 9 € – inklusive Porto und Versand.

http://syndikalismusforschung.wordpress.com/2011/08/20/syfo-forschung-bewegung/

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Anti-Einheitsdemo in Frankfurt 1990 http://asjbuch.blogsport.de/2011/07/28/anti-einheitsdemo-in-frankfurt-1990/ http://asjbuch.blogsport.de/2011/07/28/anti-einheitsdemo-in-frankfurt-1990/#comments Thu, 28 Jul 2011 08:20:09 +0000 Administrator Allgemein http://asjbuch.blogsport.de/2011/07/28/anti-einheitsdemo-in-frankfurt-1990/

Das Foto zeigt einen Moment der Anti-Wiedervereinigungsdemo „Nie wieder Deutschland“ vom 12. Mai 1990 in Frankfurt/Main. An der Demonstration beteiligten sich mehr als 15.000 Personen. Auf dem Abschlusskundgebungsort „Am Römer“ in der Innenstadt wurde sie von der Polizei angegriffen, die auch Wasserwerfer einsetzte. Einen Bericht über diese Demo und die Beteiligung der Stuttgarter ASJ findet sich ab S.36 im Buch.

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Neue ASJ-Gruppe in Mainz gegründet http://asjbuch.blogsport.de/2010/09/17/neue-asj-gruppe-in-mainz-gegruendet/ http://asjbuch.blogsport.de/2010/09/17/neue-asj-gruppe-in-mainz-gegruendet/#comments Fri, 17 Sep 2010 08:51:16 +0000 Administrator Allgemein http://asjbuch.blogsport.de/2010/09/17/neue-asj-gruppe-in-mainz-gegruendet/ In Mainz hat sich eine neue Gruppe der ASJ gegründet. Weitere Informationen finden sich auf ihrem Blog. Blog der ASJ Mainz.

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Bericht über Auftakt der Rundreise der ASJ Berlin in Hamburg http://asjbuch.blogsport.de/2010/02/10/bericht-ueber-auftakt-der-rundreise-der-asj-berlin-in-hamburg/ http://asjbuch.blogsport.de/2010/02/10/bericht-ueber-auftakt-der-rundreise-der-asj-berlin-in-hamburg/#comments Wed, 10 Feb 2010 07:57:22 +0000 Administrator Allgemein http://asjbuch.blogsport.de/2010/02/10/bericht-ueber-auftakt-der-rundreise-der-asj-berlin-in-hamburg/

Weiterhin gibt es in verschiedenen Städten Interesse an der neu entstandenen Anarcho-Syndikalistischen Jugend. Genossen aus Berlin befinden sich aktuell auf einer kleinen Rundreise durch Städte im Osten der Republik. Über ihre Auftaktveranstaltung in Hamburg finden wir einen Bericht auf syndikalismus.tk.
Der Artikel mit dem Titel „Die Revolution machen nicht die Alten“ findet sich hier:

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Radiointerview mit einem ASJ-Genossen zum Buch „Eine Revolution für die Anarchie“ http://asjbuch.blogsport.de/2010/02/10/radiointerview-mit-einem-asj-genossen-zum-buch-eine-revolution-fuer-die-anarchie/ http://asjbuch.blogsport.de/2010/02/10/radiointerview-mit-einem-asj-genossen-zum-buch-eine-revolution-fuer-die-anarchie/#comments Wed, 10 Feb 2010 07:44:07 +0000 Administrator Allgemein http://asjbuch.blogsport.de/2010/02/10/radiointerview-mit-einem-asj-genossen-zum-buch-eine-revolution-fuer-die-anarchie/

Am 13. Januar 2010 strahlte das unabhängige „Radio Lora“ in Zürich in seiner Sendung „Info Lora“ ein Interview mit Christian, einem Genossen und Aktiven der ehem. ASJ-Stuttgart aus. In der ersten Hälfte der ca. 16-minütigen Sendung stellt unser Genosse seine Antworten auf die Fragen, wie er zum Anarchismus gefunden hat und was die ASJ für ihn bedeutet(e), vor. (Im Buch zu finden auf den Seiten 354-356). Weitere Fragen richten sich nach dem Gebrauchswert des Buches und dem Unterschied zwischen der damaligen und heutigen Bewegung, wobei die Interviewerin die Situation der Bewegung in der Schweiz kurz anspricht.
Die Sendung findet sich Online unter der Webadresse von Radio Lora. http://www.lora.ch/sendungen/sendung-suchen?mode=3&terms=stuttgart&list=Info+LoRa

In der dortigen Liste nach dem Eintrag vom 13. Januar 2010 suchen. Zum Anhören wird der Real-Player benötigt. Download hier.
Das Interview beginnt mit der Minute 13.50.
Viel Spaß beim Nachhören.

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